Spielen macht Schule

Initiative fördert das klassische Spielen in Schulen

Auch im Jahr 2012 haben Grundschulen aus ganz Deutschland wieder die Möglichkeit, eine kostenlose Spielzeugausstattung für ein Spielzimmer zu gewinnen. Bis 11. Mai 2012 können sich Grundschulen mit einem Konzept bewerben, das Ideen zur Integration von Spielen in den Schulalltag enthält. Die 200 besten Konzepte werden mit einer Auswahl an pädagogisch geprüftem Spielzeug belohnt.

Alle Informationen zum Wettbewerb, den Teilnahmemodalitäten und Fristen stehen seit 1. Februar 2012 online bereit unter www.spielen-macht-schule.de. Schon jetzt finden Sie dort Hintergrundinformationen, hilfreiche Tipps und beispielhafte Konzepte von Gewinnerschulen aus den vergangenen Jahren.

Insgesamt haben bisher bereits mehr als 770 Schulen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, dem Saarland und Niedersachsen beim Wettbewerb gewonnen. Unterstützt wird die Initiative von den jeweiligen Kultusministerien.

So macht Lernen Spaß!

Um Schülern das Lernen leicht zu machen, haben das TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm (ZNL) und der Frankfurter Verein Mehr Zeit für Kinder 2007 die Initiative Spielen macht Schule ins Leben gerufen: Im Rahmen des seit fünf Jahren jährlich ausgeschriebenen Wettbewerbs erhalten Grundschulen, die die Jury mit ihren individuellen Konzepten zur Integration von Spielen in den Schulalltag überzeugt haben, die kostenlose Spielzeug-Ausstattung für ein Spielezimmer.

„Jetzt wird gelernt statt gespielt!", heißt es oft, wenn Kinder in die Schule kommen. Dabei steht Spielen gar nicht im Widerspruch zum Lernen. Ganz im Gegenteil: Kinder lernen im Spiel. „Im Grundschulalter finden entscheidende Phasen der Hirnreifung statt, die durch das Spiel unterstützt werden können", erklärt Prof. Manfred Spitzer, Leiter des ZNL in Ulm, das 2007 gemeinsam mit dem in Frankfurt am Main ansässigen Verein Mehr Zeit für Kinder die Initiative „Spielen macht Schule" gegründet hatte.

Vor allem dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien, wie Internet, PC-Spiele und Konsolen, auf Kinder möchte „Spielen macht Schule" entgegenwirken. Hintergrund sind Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie beispielsweise beim Fernsehen stattfindet.

Aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung besagen: Spielen macht schlau.

„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel. Im Gehirn prägt sich besonders gut ein, was über mehrere Sinne hineingelangt."
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Neurologe und Gründer des ZNL, Ulm

 

 



Aktuelle Informationen und die Broschüre "Hilfen beim Spielzeugkauf" gibt es im Internet unter: www.spielen-macht-schule.de


 

Kontakt: Mehr Zeit für Kinder e.V., Katrin Bunk, Fellnerstr. 12, 60322 Frankfurt am Main,
Tel: 069 156896-22, Fax: -10, E-Mail: spielen-macht-schule@mzfk.de