Spielen macht Schule in Mehrgenerationenhäusern

Mehrgenerationenhäuser: Zweite Runde für Ausstattung mit Spielen

Der Wettbewerb „Spielen macht Schule für Mehrgenerationenhäuser“ ist in eine weitere Runde gestartet. Ideen waren gefragt, die den Kontakt von jungen und alten Menschen durch ein Spielezimmer in ihrer Einrichtung fördern. Nun werden alle Einsendungen geprüft und bewertet. Im Frühjahr wird feststehen, welche Häuser sich über eine Spieleausstattung freuen dürfen. Die Gewinner erhalten eine Benachrichtigung.

Im Herbst 2011 gewannen erstmals 20 Mehrgenerationenhäuser eine Sammlung pädagogisch geprüfter Spielzeuge für die Einrichtung eines Spielezimmers. Nun startete der Wettbewerb „Spielen macht Schule für Mehrgenerationenhäuser“ in eine weitere Runde: Erneut hatten Mehrgenerationenhäuser die Chance, sich zu bewerben. Es galt, Ideen einzureichen, die den Kontakt von jungen und alten - auch demenzkranken - Menschen durch ein Spielezimmer in ihrer Einrichtung fördern.

Der Wettbewerb ist eine Initiative des Mehr Zeit für Kinder e.V. in Kooperation mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Interessenten finden  weitere Informationen im Internet unter www.spielen-macht-schule.de/downloads.htm.

Ansprechpartner bei Mehr Zeit für Kinder ist Katrin Bunk, Tel.: 069 / 15 6896-22, Mail: Katrin.Bunk@mzfk.de.


   

Der Leitgedanke
"Ältere Menschen befassen sich oft mit der Frage, was sie tun können, um einem geistigen Verfall vorzubeugen. Oftmals spielt dabei die Idee eine Rolle, dass man nach dem Joghurt und dem Dauerlauf am Morgen nur noch ein Sudoku oder ein Kreuzworträtsel machen muss, damit man auch geistig fit bleibt – das ist falsch. Aus der Forschung weiß man: Soziale Wesen, die miteinander in sozialen Gesellschaften leben, leben länger und bleiben auch geistig fitter. Das Leben in der Gemeinschaft hält jung. Spiele dienen dazu, gemeinsame Aktivitäten, Lebensvollzüge, zu inszenieren, d.h. Ihnen Raum, Zeit und Struktur zu geben. Man hat daher guten Grund zur Annahme, dass das gemeinsame Spielen von Jung und Alt das Beste ist, was ältere Menschen zum Erhalt ihrer geistigen Fitness tun können."
Prof. Manfred Spitzer,
Gründer und Leiter TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Ulm

Hintergrundinformationen
Im Jahr 2007 haben der Verein Mehr Zeit für Kinder e.V. und das TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen, ZNL, die Initiative „Spielen macht Schule“ gegründet. Das langfristig angelegte Projekt hat zum Ziel, das klassische Spielen mehr in den Schulalltag der Kinder zu integrieren. Daher schreiben die Initiatoren in einem Wettbewerb Spielezimmer für Grundschulen aus. Die darin eingesetzten Spiele hat das TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) hinsichtlich ihres Lerneffekts geprüft und bewertet. Mit der Einrichtung dieser Spielzimmer soll der natürliche Spieltrieb gefördert werden, da Spielen wichtige Lernprozesse anregt und die Kinder auf die Anforderungen ihres späteren Lebens vorbereitet. Seit der Pilotphase 2007 haben schon mehr als 770 Grundschulen eine kostenlose Spielzeug-Ausstattung für ein Spielezimmer gewonnen.

Die Initiative wurde 2011 erstmals erfolgreich auf Mehrgenerationenhäuser ausgeweitet. Im Rahmen des Wettbewerbs entwickelten die Bewerber detaillierte Konzepte für den Einsatz von Spielen in ihren Einrichtungen mit dem Ziel, dadurch ein förderliches Angebot für ältere und auch demenzkranke Menschen zu schaffen. 20 Mehrgenerationenhäuser waren die Gewinner und erhielten eine umfangreiche, pädagogisch geprüfte Spielzeug-Ausstattung.