Exekutive Funktionen
Unter der Bezeichnung „Exekutive Funktionen" versteht man verschiedene kognitive Funktionen, die das menschliche Denken und Verhalten steuern. Dazu zählen:
| © Hannes Neubauer |
• das Setzen von Zielen,
• die Fähigkeit, das Verhalten zu planen,
• Entscheidungen zu treffen,
• die Aufmerksamkeit und Bewegungen zu steuern,
• zielgerichtet zu handeln,
• das eigene Handeln zu reflektieren,
• Impulse und Emotionen zu kontrollieren und
• die Fähigkeit zur Selbstkorrektur.
Exekutive Funktionen sind damit höhere geistige Leistungen, die die Steuerung der Aufmerksamkeit und zielgerichtetes Verhalten ermöglichen. Sie dienen der Selbstregulation und der Willensbildung und unterstützen auf diese Weise selbstdiszipliniertes Verhalten.
Wenn man Kinder also dazu ermahnt, „sich zu beruhigen" oder „besser aufzupassen", fordert man Verhaltensweisen ein, die dem exekutiven System zugeordnet werden, das im Stirnhirn lokalisiert ist. Diese Steuerzentrale des Gehirns ist erst bei jungen Erwachsenen voll ausgebildet.
Exekutive Funktionen beeinflussen jedoch bereits im Kindes- und Jugendalter die Lernleistung und die sozial-emotionale Entwicklung. Sie sind entscheidend für Erfolg beim Lernen und im Leben. So stehen die exekutiven Funktionen in einem engeren Zusammenhang zum schulischen Erfolg als beispielsweise der Intelligenzquotient. Gut ausgebildete exekutive Funktionen befähigen Kinder zu Mitgefühl und Selbstbeherrschung - zwei wichtige Grundlagen für das soziale Zusammenleben in Familie, Schule und Freundeskreis. Sind die exekutiven Funktionen gut trainiert, ist eine wichtige Voraussetzung für den kontrollierten Umgang mit den eigenen Emotionen und für erfolgreiches Lernen erfüllt.
Das hat dafür unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer gemeinsam mit der Wehrfritz GmbH das Lern- und Spielprogramm Fex zum spielerischen Training exekutiver Funktionen entwickelt.


