Tipps für mehr Bewegung an Grundschulen
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Wie viele Lehrer sich für mehr Bewegung an Deutschlands Grundschulen engagieren, zeigt die Vielzahl der Einsendungen zu unserer gemeinsamen Aktion mit Karamalz: „Bewegungsimpulse für Grundschüler". Nachfolgend stellen wir Ihnen eine Auswahl der besten „Bewegungsimpulse" der teilnehmenden Grundschulen vor: |
© Tobias Borries |
Einblicke in den "bewegten" Grundschulalltag
Tipps für „bewegte" Pausen:
- Für jede Klasse wird eine eigene Spielkiste bereitgestellt, aus der sich die Kinder Verschiedenes mit auf den Schulhof nehmen dürfen. Inhalte der Spielkiste können sein: große und kleine Bälle, Springseile, Balancescheiben, Pedalos, Stelzen, Wurfringe, Schwungtuch, Frisbeescheiben oder Federballschläger.
- Besonders beliebt bei den Kindern sind Hüpfspiele, wie Gummitwist oder Hüpfkästchen.
- Einige Schulen bieten auf dem Schulhof einen Fuhrpark für Gokarts mit einem kleinen Parcour, Tischtennis oder Basketball an.
- Zur Förderung der Sinneswahrnehmung eignen sich „Fußfühlwege", bei denen die Kinder über verschiedene Materialien gehen und dabei deren unterschiedliche Beschaffenheit erfahren.
Tipps für „bewegten" Unterricht:
- Die Vermittlung der Unterrichtsinhalte wird durch Bewegungshandlungen begleitet, was das Lernen kognitiver Inhalte erleichtert. Dabei helfen Arbeitsformen, die die feste Sitzordnung auflockern, wie z. B. Laufdiktate, Forschungsaufträge im Schulgebäude oder auf dem Schulgelände, Interviews von Schülern anderer Klassen und alles, was die Kinder in Bewegung bringt.
- Das dynamische Sitzen in verschiedenen Positionen auf großen Sitzbällen erhöht die Konzentrations- und Lernfähigkeit der Schüler.
- Ritualisierte „Flitzpausen" zwischendurch, bei denen die Kinder einfach mal ein paar Runden auf dem Schulhof laufen dürfen, sorgen in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand für frische Energie.
- Überkreuzbewegungen, Klatsch- und Fingerspiele sowie Mitmachlieder bringen Abwechslung und lockern den Unterricht auf.
HINTERGRUND
Mit Bewegungspausen fällt das Lernen leichter
Die Lernfähigkeit hängt stark von der Konzentration ab und lässt sich erhöhen, indem Lehrkräfte Bewegungsübungen und Bewegungspausen in den Unterricht einbauen.
Befragt man vor allem jüngere Kinder zum herkömmlichen Schulunterricht, beklagen sie sich nicht selten über zu lange Konzentrationsphasen, die ihnen die Lust am Lernen nehmen.
Kinder haben von Natur aus ein gutes Gespür dafür, wann ihnen beim Lernen eine kleine Bewegungspause hilft. Wichtig ist, dass Lehrkräfte dies auch in ihrer Unterrichtsgestaltung berücksichtigen. Dann ist das Gehirn wieder aufnahmebereit für Neues und das Lernen fällt leichter.

